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Verein der Freunde des Kalmenhofs

Kinder aus dem Loni-Franz-Haus beim Spielen auf dem Gelände des Kalmenhofs
Kinder aus dem Loni-Franz-Haus beim Spielen auf dem Gelände des Kalmenhofs

Seit mehr als 40 Jahren engagiert sich der „Verein der Freunde des Kalmenhofs“ auf vielfältige Weise für den Kalmenhof und die Menschen, die dort leben oder mit ambulanten Hilfen unterstützt werden. Den Anstoß zur Gründung des Vereins gab 1972 die öffentliche Debatte über die menschenverachtenden Erziehungsmethoden auf dem Kalmenhof. Nachdem dort während der Zeit des Nationalsozialismus mehr als 700 geistig behinderte Kinder und Jugendliche getötet worden waren, herrschten noch bis zum Beginn der 1970er Jahre in der Einrichtung extreme pädagogische Missstände, die im Zuge der Heimkampagne skandalisiert wurden. Dies führte zu einer tiefgreifenden Veränderung der Struktur der Einrichtung sowie des pädagogischen Konzepts.

   

Brücke in die Stadtgesellschaft

Der von Engagierten aus der evangelischen und katholischen Kirche gegründete Verein der Freunde des Kalmenhofs setzte sich das Ziel, die Reformbewegung auf dem Kalmenhof zu unterstützen und eine Brücke in die Stadtgesellschaft zu schlagen. Ausdrücklich wurde beschlossen, dass der Erste Vorsitzende aus den Reihen der Kalmenhof-Beschäftigten stammen sollte. „Damals war der Kalmenhof gegenüber der Stadt Idstein ja noch ziemlich abgeschottet, obwohl er mitten im Stadtkern lag“, erinnert sich Eberhard Kriews, Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender des Vereins. Er war eine Einrichtung, für die sich die Stadt eher geschämt hat, wie Gerhard Krum, Alt-Bürgermeister von Idstein und Mitglied des Vereins betont. „Heute sind wir dagegen stolz auf den Kalmenhof, der nicht nur einer unserer größten Arbeitgeber ist, sondern mit seiner pädagogischen Arbeit auch weit über die Grenzen des Rheingau-Taunus-Kreises hinaus einen guten Ruf genießt. Und die Bewohnerinnen und Bewohner des Kalmenhofs gehören in der Stadt ganz selbstverständlich dazu.“ Das dokumentiert auch ganz deutlich das mit Spenden von Bürgern finanzierte Denkmal in der Altstadt für „Harry von der Gass“. Er verbrachte fast sein ganzes Leben auf dem Kalmenhof, war aber zugleich auch als Mitglied mehrerer Idsteiner Vereine bestens in der Stadt integriert. 

 

Unterstützung für Inklusions-Projekte

Vorsitzende der Freunde des Kalmenhofs ist seit 2002 Else Reitinger, die bis zu ihrem  Eintritt in den Ruhestand viele Jahre stellvertretende Bereichsleiterin der Behindertenhilfe des Kalmenhofs und Leiterin des sozialen Dienstes in der Werkstatt für behinderte Menschen war. Sie sieht die Aufgabe des Vereins darin, einerseits dafür zu sorgen, „dass all das Schreckliche, das in der Vergangenheit auf dem Kalmenhof passiert ist, nicht vergessen wird“. Andererseits soll er aber auch dazu beitragen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Kalmenhofs sich in Idstein zugehörig und unterstützt fühlen können. Beispielsweise, indem der Verein aus Spendenmitteln Projekte zur Inklusion unterstützt, die von den Kostenträgern nicht finanziert werden. Darüber hinaus ist der Verein stets bemüht, Kontakte zu Gewerbetreibenden zu knüpfen, die mit ihren Aufträgen die Werkstatt für behinderte Menschen unterstützen und so zur Teilhabe behinderter Menschen am Berufsleben beitragen.

 

Möchten Sie den Verein der Freunde des Kalmenhofs unterstützen?

Interessieren Sie sich für eine aktive Mitgliedschaft im Verein?

Oder für eine Fördermitgliedschaft?

Möchten Sie mit Ihrer Spende ein konkretes Projekt unterstützen?

Wollen Sie sich ehrenamtlich für Menschen mit Behinderung engagieren?

 

Sprechen Sie uns an!

Sie sind herzlich willkommen.

 

Kontakt:

Else Reitinger

Tel.: 06126/57738

reitinger-idstein(at)t-online.de